Die Kölner Schutzhäuser

Träger der Kölner Schutzhäuser ist der Verein „Frauen helfen Frauen Köln e.V.“. Die Häuser sind politisch und konfessionell unabhängig und arbeiten autonom, feministisch und basisdemokratisch.

1. Frauenhaus

Das 1. Frauenhaus hat eine anonyme Adresse und bietet Platz für 16 Frauen und 18 Kinder. 

 

Jungen können bis zum Alter von 18 Jahren aufgenommen werden.
Das 1. Frauenhaus ist rollstuhlgerecht und barrierefrei. Jede Frau hat ihr Zimmer mit ihren Kindern und teilt Badezimmer und Küche mit anderen Frauen und Kindern. Alle kümmern sich gemeinschaftlich um das Haus.

 

Die Mitarbeiter*innen im Haus sprechen neben Deutsch noch weitere Sprachen und sorgen bei Bedarf für Dolmetscher*innen.

2. Frauenhaus

Das 2. Frauenhaus hat eine anonyme Adresse und bietet Platz für 10 Frauen und 14 Kinder.

Jungen können nur bis 12 Jahre aufgenommen werden, ältere Söhne leider nicht.


Das 2. Frauenhaus ist nicht barrierefrei. Es gibt Treppen im Haus und keinen Aufzug. Jede Frau oder Familie hat ein eigenes Zimmer. Bad und Küche müssen sich mit anderen Frauen und Kindern geteilt werden. Alle kümmern sich gemeinschaftlich um das Haus.

 

Die Mitarbeiter*innen im Haus sprechen neben Deutsch noch weitere Sprachen und sorgen bei Bedarf für Dolmetscher*innen.

3. Feministisches Schutzhaus

Die Bauphase des 3. feministischen Schutzhauses beginnt bald! Nach jahrelanger Verhandlung ist es endlich so weit.

Was mitnehmen?

Papiere mitnehmen!

 

Es wäre gut, folgende Unterlagen aus der Wohnung mitzunehmen:

  • Personalausweis /Pass /Kinderausweis
  • Stammbuch
  • Arbeitserlaubnis
  • Lohnsteuerkarte
  • Sozialversicherungsnummer
  • Kindergeldbescheid
  • Erziehungsgeldbescheid
  • Arbeitspapiere /Arbeitszeugnisse /Schulzeugnisse
  • Krankenversicherungskarten
  • Sparbücher
  • Kontokarte- und auszüge
  • Notwendige Medikamente
  • Ärztliche Atteste
  • Impfpässe der Kinder
  • Mietvertrag
  • Handyvertrag
  • Lieblingsspielzeug der Kinder
  • Persönliche Erinnerungen

Machst du dir Sorgen bei uns anzurufen wegen Sprache?
Du kannst gemeinsam mit einer anderen Person anrufen, die für dich übersetzt. Außerdem können Mitarbeiter*innen vom Hilfetelefon helfen: 116 016

Der Weg ins Frauenhaus

Wenn in unserem Haus ein Zimmer frei ist, kannst du das auf dieser Website sehen:

Du interessierst dich für den Platz? In folgenden Schritten läuft dann alles ab:

 

1.  Ruf uns an!
1. Haus 0221- 515502 oder 2. Haus 0221-515554
 
2. Am Telefon besprechen wir, ob das Haus und das Zimmer zu dir passen und ob es für dich und deine Kinder hier sicher ist.
 
3.  Wir vereinbaren einen Treffpunkt in Köln mit dir. Du reist eigenständig zu diesem Treffpunkt an.
 
4. Wir holen dich vom Treffpunkt ab und du ziehst in das Zimmer ein. Von hier an gehen wir alle organisatorischen Schritte wie zum Beispiel die Anmeldung in Köln gemeinsam mit dir. Herzlich willkommen!

Leben im Frauenhaus

Wir unterstützen dich und deine Kinder:

  • Beratung zur Verarbeitung der erlebten Gewalt
  • Begleitung zu Ämtern, Behörden, Ärzt*innen, Anwält*innen usw.
  • Klärung der finanziellen Situation
  • Unterstützung bei aufenthaltsrechtlichen Fragen
  • Beratung auf dem Weg hin zu deinem eigenen Leben
  • Stärkende Gruppen- und Freizeitangebote
  • Kinderbetreuungszeiten 

Keine Gewalt, keine Diskriminierung

Im Haus wird keine Gewalt geduldet, auch keine Diskriminierung. 
Jede Frau, die vor Gewalt in ihrem Zuhause flieht, ist willkommen – unabhängig davon…

 

  • …welche Religion sie hat und wie sie ihre Religion lebt.
  • …wie alt sie ist.
  • …was ihr Herkunftsland und ihre Nationalität ist.
  • …welche Sprachen sie spricht.
  • …welche Farbe ihre Haut, ihre Augen und ihre Haare haben.
  • …ob sie sich in Männer, Frauen oder alle Geschlechter verliebt.
  • …ob sie schon bei ihrer Geburt als Mädchen verstanden wurde oder ob sie eine  trans* Frau ist.
  • …welche Kleidergröße sie hat.
  • …wie groß, klein, laut oder leise sie ist.
  • …ob sie mit oder ohne Behinderung lebt.
  • …ob sie oder ihre Familie viel oder wenig Geld hat.

Kinderschutz

Kinder und Jugendliche, die gemeinsam mit ihren Müttern vor häuslicher Gewalt in ein Frauenhaus fliehen, benötigen besonderen Schutz und Unterstützung. Sie sind oft selbst direkt von Gewalt betroffen oder Zeugen traumatischer Ereignisse geworden.

 

Im Frauenhaus finden sie einen sicheren Ort, an dem ihre körperliche und seelische Unversehrtheit im Fokus steht.

 

Qualifizierte Mitarbeitende leisten im Kinder- und Jugendbereich des Hauses altersgerechte Betreuung und psychosoziale Begleitung.

 

In Einzel- und Gruppenangeboten sowie erlebnisorientierten Aktivitäten wird den Kindern und Jugendlichen geholfen, Vertrauen zurückzugewinnen und neue Stabilität zu finden.


Der Kinderschutz umfasst somit nicht nur die unmittelbare Sicherheit, sondern soll auch eine langfristige Perspektive für ein gewaltfreies Leben bieten.